Einsatzleiterwiki

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cbrn:chemisch:klasse_2:wasserstofffahrzeuge

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Wasserstofffahrzeuge

Antrieb kann entweder durch direkte Verbrennung im Motor oder durch Betrieb einer Brennstoffzelle in Kombination mit Elektromotoren erfolgen, in letzterem Fall siehe auch Elektrofahrzeuge

zu treffende Maßnahmen

Hilfeleistung

  • Windrichtung bei Fahrzeugaufstellung beachten, mit dem Wind anfahren! Ebenfalls mit dem Wind an Wasserstofffahrzeug annähern.
  • Gefahrenbereich absperren
  • Brandschutz sicherstellen
  • Gas ungehindert ausströmen lassen (Wasserstoff ist leichter als Luft)
  • Gas mit Drucklüfter verwirbeln (EX-Schutz beachten)
  • Fahrzeuginnenraum belüften, dafür ggf. Scheibe einschlagen, keine Türen öffnen!
  • Ex-Messungen vornehmen
  • nur Ex-geschützte Geräte verwenden (Lampe, Funkgerät, etc.), nach Möglichkeit außerhalb des Gefahrenbereichs schalten. Handy, FME, etc. außerhalb des Gefahrenbereichs ablegen, generell Zündquellen beseitigen.
  • wenn möglich manuelle Tankabsperrung schließen (siehe dafür Rettungsdatenblätter)
  • Ausbreitung des Gases (in Gebäude) verhindern
  • Brandlasten in Fahrzeugnähe entfernen, Umgebung kühlen
  • vollständige PSA tragen
  • elektr. System wenn möglich deaktivieren, ggf. prüfen ob spannungsfrei. Dabei aber nicht Batterie abklemmen (Abreißfunke kann EX-Gemisch zünden!)
  • orangene Leitungen nicht durchtrennen

Gasaustritt

  • brennendes Gas nur im Notfall (Menschenrettung oder Ausbreitung) löschen
    → mit explosiver Wiederentzündung ist zu rechnen
  • Bei längerer Brandeinwirkung auf den Gasbehälter diesen aus der Deckung kühlen da Berstgefahr
  • Rückzündgefahr beachten

besondere Gefahren

  • Erfrierungsgefahr bei Kontakt mit austretendem Wasserstoff oder Anlagenteilen. Nicht berühren!
  • brennender Wasserstoff ist unsichtbar und brennt sehr heiß - Sichtbarmachung der Flamme mittels Wärmebildkamera. Notfalls kann auch eine Hand voll Sand in die vermutete Flammen geworfen werden der im Falle eines Brandes dann leuchtet.
  • noch nicht entzündeter Wasserstoff hat sehr geringe Mindestzündenergie - elektrostatische Aufladung z.B. der Kleidung reicht zu Zündung aus! Zündung des Gemischs ggf. nur eine Frage der Zeit!
  • Spannungen bis 700 V möglich, erkennbar an orangen Leitungen

Allgemeine (Vorgehens-)Hinweise

  • bei Nebel am Fahrzeug tritt möglicherweise große Menge Wasserstoff aus
  • Knattergeräusche: Austritt über Sicherheitsventile am hinteren Dachende.
  • C-Säulen nur schneiden wenn unbedingt notwendig, beinhalten Leitungen zum Sicherheitsventil
  • Ansammlung von Wasserstoff in einzelnen Fahrzeugbereichen bei Ausfall mehrerer Sicherheitseinrichtung (z.B. nach schwerem Unfall) möglich
  • Wasserstoffzelle kann zum Antrieb (Spannung ca. 350 - 700 V) oder nur zur Versorgung von Verbrauchern (ca. 40 V, z.B. BMW 7er) dienen

Merkmale Wasserstofffahrzeuge

  • Noch keine Serienfahrzeuge erhältlich, momentan reine Versuchs-Prototypen
  • Keine Kennzeichnungspflicht
    • meist Werbeaufschriften (z.B. H2)
  • Meist äußerlich erkennbare Teile wie z.B. Abblasöffnungen auf dem Dach beim BMW 7er-Versuchsfahrzeug

Quellenangabe

Hinweis zur Wartung des Artikels: bei Aktualisierung mit Informationen auf der Seite Erkennung alternativer Fahrzeugantriebe abgleichen.

Stichwörter

H2

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cbrn/chemisch/klasse_2/wasserstofffahrzeuge.txt · Zuletzt geändert: 02.03.2017 21:45 von christoph_ziehr