RED - Radiological Exposure Device - Taschenkarte BfS

 

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Quellenangabe

Taschenkarten für den Radiologischen Notfall, Bundesamt für Strahlenschutz

Stichwörter

Taschenkarten für den Radiologischen Notfall KARTE 4

RED – RADIOLOGICAL EXPOSURE DEVICE Als Radiological Exposure Devices (REDs) werden Vorrichtungen bezeichnet, die radioaktives Material enthalten und verdeckt angebracht werden, um Personen gezielt einer Strahlung auszusetzen. Diese Vorrichtungen können z. B. an öffentlichen Plätzen oder in Verkehrsmitteln angebracht oder versteckt werden. Dadurch werden alle Personen bestrahlt, die sich nahe der Quelle aufhalten.

Was sind die Gefahren? Je nach Intensität der Strahlung und Aufenthaltsdauer nahe der Quelle können medizinische Symptome wie Hautrötungen, aber auch Übelkeit und Erbrechen als Folge der sog. Strahlenkrankheit auftreten Es besteht die Möglichkeit, dass Symptome erst nach Tagen oder Wochen auftreten Die Schwere der gesundheitlichen Beeinträchtigungen kann von milden Formen bis hin zu schweren Erkrankungen wie Organversagen oder bis zum Tod reichen. Es kann sich auch langfristig Krebs entwickeln

Was erwartet mich als Einsatzkraft? Auffinden einer RED möglicherweise sehr schwierig (da in der Regel keine Anzeichen dafür vorliegen) In der Regel kommen nur Gammastrahler in relativ hoher Aktivität für eine RED in Betracht, sodass bei Vorliegen eines Verdachts der messtechnische Nachweis auch mit einfachen Dosisleistungsmessgeräten möglich ist Es ist mit (ggf. hohen) Strahlendosen einzelner Personen zu rechnen.

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Mit radioaktiven Kontaminationen ist in der Regel nicht zu rechnen. Entsprechend geht von betroffenen Personen keine radiologische Gefährdung aus.

Wie kann ich mich als Einsatzkraft schützen und was ist zu beachten? Abstand halten: Bei Verdacht so schnell wie möglich die Dosisleistung messen, um Gefahrenbereich festzulegen; Strahlenquellen nicht berühren / bewegen / öffnen / transportieren Gefahrenbereich absperren: wenn die Dosisleistung größer als 25 Mikrosievert pro Stunde (µSv/h) ist oder Kontamination vermutet wird Aufenthalt im Gefahrenbereich minimieren und schriftlich dokumentieren Hinzuziehen von Fach- bzw. Spezialkräften für den Strahlenschutz (z. B. für die Bergung der Strahlenquelle) In einem Notfall sind alle Einsatzkräfte vorab über die mit dem Einsatz verbundenen gesundheitlichen Risiken und die zu treffenden Schutzund Überwachungsmaßnahmen zu unterrichten Schutzausrüstung ist in der Regel nicht erforderlich oder sinnvoll (da in der Regel nur gammastrahlende und keine offenen radioaktiven Stoffe vorliegen!) Nach einem Einsatz: Wenn eine gesundheitliche Gefährdung durch Kontamination oder Strahlenexposition nicht ausgeschlossen werden kann: Untersuchung durch ermächtigte*n Arzt/Ärztin