====== Schmutzige Bombe - Taschenkarte BfS ====== {{page>lokal:cbrn:atomar:taschenkarte_schmutzige_bombe&nodate&nouser}} {{ :cbrn:atomar:taschenkarten-notfallschutz:taschenkarte_3_vorderseite.png?nolink |Schmutzige Bombe - Seite 1}} {{ :cbrn:atomar:taschenkarten-notfallschutz:taschenkarte_3_rueckseite.png?nolink |Schmutzige Bombe - Seite 2}} ===== Quellenangabe ===== {{ :cbrn:atomar:taschenkarten-notfallschutz:taschenkarten-notfallschutz.pdf |Taschenkarten für den Radiologischen Notfall}}, [[https://www.bfs.de/SharedDocs/Downloads/BfS/DE/broschueren/ion/taschenkarten-notfallschutz.html|Bundesamt für Strahlenschutz]] ===== Stichwörter ===== Taschenkarten für den Radiologischen Notfall KARTE 3 SCHMUTZIGE BOMBE Eine „schmutzige Bombe“ ist eine Kombination aus Sprengstoff mit einem radioaktiven Stoff. Detoniert die Sprengvorrichtung, wird das radioaktive Material in der Umgebung verteilt. Dabei gibt es keinen „Atompilz“ wie bei der Detonation einer Kernwaffe, es findet auch keine Kettenreaktion statt. Was sind die Gefahren? Hauptgefahr: Explosion mit Druckwelle und ggf. Splitterwirkung, die Schädigungen im menschlichen Körper oder an Gebäuden anrichten kann (abhängig von der Menge des Sprengstoffs) Personen im unmittelbaren Umfeld der Explosion: Exposition, Kontamination und Einatmen durch/von radioaktiven Stoffen Ausbreitung von Staub mit radioaktiven Partikeln: Kontamination der Umgebung, Einatmen radioaktiver Stoffe (gelangen in den Körper) Was erwartet mich als Einsatzkraft? Breites Spektrum an Verletzungen durch Explosion möglich: Verbrennungen, Splitterwunden, Knochenbrüche und Traumata Akute Strahlenschäden unwahrscheinlich, außer in unmittelbarer Nähe der Explosion Mögliche Kontamination von Verletzten und Personen im direkten Umfeld der Explosion Evtl. durch radioaktive Stoffe kontaminierte Wunden Ersteintreffende Einsatzkräfte: Vorliegen einer radioaktiven Kontamination möglicherweise noch nicht bekannt Das genaue Ausmaß der Kontamination zu ermitteln, braucht Zeit Unsicherheit: Einsatz radioaktiver Stoffe, die mit vorhandenen Messgeräten nicht nachgewiesen werden können Instabile Gebäudestrukturen und herabfallende Teile möglich Taschenkarten für den Radiologischen Notfall Copyright BfS, www.bfs.de/notfallschutz Weitere Sprengvorrichtungen nicht ausgeschlossen (Freigabe der Polizei abwarten!) Wie kann ich mich als Einsatzkraft schützen und was ist zu beachten? Gefahrenbereich absperren: Wenn die Dosisleistung größer ist als 25 Mikrosievert pro Stunde (µSv/h) oder Kontamination vermutet wird Hinzuziehen von Fach- bzw. Spezialkräften für den Strahlenschutz Bei Feuer oder Explosion: Aufenthalts-/Bereitstellungsbereiche für Einsatzkräfte gegen die Windrichtung vom Explosionsort festlegen Fenster und Lüftungsanlagen von Einsatzfahrzeugen schließen und ausschalten Rettung von verunfallten Personen aus dem Gefahrenbereich unter Schutzkleidung soweit möglich (Selbstschutz hat Vorrang) Tragen von Schutzausrüstung im Gefahrenbereich Gefahrenbereich nur über Schleuse nach Kontaminationsmessung und ggf. Dekontamination verlassen Im Gefahrenbereich nicht essen, trinken, rauchen; keine Kosmetika Zeitkritische und lebensbedrohende Verletzungen: Person unverzüglich an medizinisches Personal oder Rettungsdienst übergeben (lebensrettende Maßnahmen haben absolute Priorität) Verletzung/gesundheitliche Beeinträchtigung ohne Lebensgefahr: Kontamination der Person kontrollieren, kontaminierte Kleidung soweit möglich entfernen und ggf. verbleibende kontaminierte Stellen mit geeigneten Materialien bedecken. Danach Person an medizinisches Personal oder Rettungsdienst übergeben. Kontaminierte Wunden unverzüglich spülen und Wunde ärztlich behandeln lassen Aufenthalt im Gefahrenbereich minimieren u. schriftl. dokumentieren Nach einem Einsatz: Wenn eine gesundheitliche Gefährdung durch Kontamination oder Strahlenexposition nicht ausgeschlossen werden kann: Untersuchung durch ermächtigte*n Arzt/Ärztin {{tag>cbrn:atomar:start cbrn:atomar:bundesamt_fuer_strahlenschutz}}